Mein Zuhause

Kochen wie die Profis

Immer mehr Hobbyköche legen Wert auf professionelle Geräte. Kein Wunder, denn das raffinierte Kochen in den eigenen vier Wänden wird immer beliebter.

Küche Was hat der, was ich nicht habe? Warum gelingen im Restaurant Dinge, die wir zu Hause einfach nicht hinbekommen? Nun, Erfahrung und ein geschultes Team sind natürlich Gründe, warum wir uns nicht mit Chefköchen messen können. Dennoch liegt es auch an der Ausstattung, und da kann bei Bedarf ordentlich nachgerüstet werden.
Professionelle Geräte halten verstärkt Einzug in den Privatbereich, seit es zur Freizeitgestaltung gehört, aufwändig zu kochen. Mann und Frau legen gemeinsam Hand an und gönnen sich auch zu Hause gerne ein exklusives Mahl. Freunde treffen sich nicht erst zum Essen, sondern schon zum gemeinsamen Kochen und probieren gerne neue Dinge aus. Spaß macht es natürlich nur so richtig, wenn es auch klappt. Und zu dem Zweck gibt es viele kleine und große Helfer, die Profi-Köchen schon lange das Leben erleichtern.

Ofen und Kochfläche

Beim Herd setzt sich derzeit eine Technik durch, die ihren Ursprung ebenfalls in den Profiküchen der Chefs hat: die Induktion. „Schneller, präziser und sicherer“, lautet das Motto. Bei Neuanschaffungen ist die Nachfrage enorm. Bei der Induktion erwärmt sich nur der Topfboden, nicht aber das Kochfeld. Damit gehören angebrannte Reste auf dem Herd und Kinderhände, die sich an der noch heißen Platte verbrannt haben, der Vergangenheit an. Beim Kochen erhöht Induktion ordentlich das Tempo: Laut Stiftung Warentest braucht ein Induktionsherd gerade mal viereinhalb bis sieben Minuten, um eineinhalb Liter Wasser auf 90 Grad zu erhitzen. Das spart auch eine Menge Energie. Nils Henkel, Chefkoch des Gourmetrestaurants Lerbach in Bergisch Gladbach, bestätigte jüngst in der Zeitschrift „Der Feinschmecker“, dass er auf Induktion setzt: „Wir haben beispielsweise einen Induktionsherd mit fünf Kochfeldern angeschafft – die Herdplatte ist getrennt vom Backofen, der sitzt erhöht in der seitlichen Gerätewand, das ist viel praktischer.“
Auch zum Thema Backofen hat der Profi Tipps: „Beim Backofen sollte man sich eine Pyrolyse gönnen, also einen Ofen mit Selbstreinigung durch hohe Hitze. Wenn man viel damit arbeitet, schaltet man alle paar Wochen einmal die Pyrolyse an und geht hinterher einmal mit einem Küchentuch durch, und der Ofen ist wieder sauber, das ist schon ziemlich perfekt! Eine Wärmschublade finde ich sensationell, um nicht die Teller in den Backofen stellen zu müssen(...) Sie eignet sich außerdem hervorragend dafür, Fleisch oder Dinge, die man bei niedriger Temperatur gegart hat, ruhen zu lassen.“
Außerdem lobt Nils Henkel Kombidampfgarer: „Man kann darin hervorragend Gemüse zubereiten, aber auch eine Fischroulade in Folie dämpfen oder ein Stück Fleisch bei Niedrigtemperatur garen.“ Mit solchen hochmodernen Multimodellen muss also auf keine Zubereitungsart mehr verzichtet werden. Gerade das schonende und schmackhafte Dampfgaren, das Gemüse knackig und voller Vitamine auf den Tisch bringt, ist bei vielen aktuellen Modellen integriert. Für Köche, die gerne Raffiniertes ausprobieren, gibt es Backöfen mit gradgenauer Einstellung. Oft tut es aber auch ein kleiner Trick: das Bratenthermometer. Digitale Ausführungen können mit der Art des Fleisches und der Grammzahl programmiert werden und melden sich genau dann, wenn der Braten außen schon schön kross und innen noch zart rosa ist.

Kleine Helfer

Überhaupt darf man die kleinen Dinge in der Küche nicht vernachlässigen. Starkoch Harald Wohlfahrt brachte ebenfalls in einem Interview mit „Der Feinschmecker“ auf den Punkt, was zur Profiausstattung gehört: „Unbedingt wichtig sind scharfe, gute Messer, etwa um Fleisch gescheit schneiden zu können. (...) Und natürlich gute Töpfe und Pfannen. Gusseisen ist ideal oder ein tolles Edelstahlgeschirr mit verbesserter Wärmeleitfähigkeit.“ Küchenutensilien aus Edelstahl halten lange und sind außerordentlich robust. Nicht umsonst sind die meisten Restaurantküchen nahezu komplett aus diesem Material. Wer über die Grundausstattung hinausgehen möchte, findet heutzutage vom Julienne-Schneider über den Zwiebel-Würfler bis zum Handaufschäumer die Werkzeuge der Profis in jedem Einrichtungshaus. Sie erleichtern nicht nur die Arbeit, sondern führen auch zu einem Ergebnis, das man ohne kleine Helfer gar nicht hinbekommen hätte, zum Beispiel eben millimeterdünne Gemüsestreifen oder die feine Schaumkorne auf dem Süppchen. Und je mehr Freude man am Kochen hat, desto mehr lohnt sich auch die Investition in hochwertige Geräte.

Küche

Kein Küchenmief

Hochleistung ist auch bei der Dunstabzugshaube gefragt. Während leistungsstarke Modelle in Profiküchen Standard sind, wurde eine gute Lösung zum Ableiten von Dämpfen und Gerüchen früher häufig vernachlässigt. Der Aufwand, die abgesaugte Luft nach außen zu leiten, war vielen beim Einbau einer neuen Küche zu hoch. Doch seit offene Wohnbereiche, die Küche und Wohnzimmer zu einer Einheit verschmelzen lassen, immer beliebter werden, sieht die Sache anders aus: Keiner möchte im Küchendunst am Esstisch sitzen oder auf dem Sofa beim Fernsehen noch riechen, dass es am Vorabend Fisch gegeben hat. Je mehr die Küche in den Aufenthalts- und Entspannungsbereich der Wohnung integriert wird, desto mehr Bedeutung kommt den Dunstabzugslösungen zu. Hier bedeutet die Investition in Geräte, hinter denen wirklich Power steckt, einfach ein Plus an Lebensqualität.