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Geschirrspüler: super sauber, super sparsam

Hochmoderne Geschirrspüler spülen vom Teller bis zum Topf alles blitzblank sauber und verbrauchen dabei immer weniger Wasser und Energie – ein Wirtschaftswunder für zu Hause.

Küche Wer einmal eine hatte, wird nie wieder darauf verzichten: Die Spülmaschine ist für alle, die sich das Leben leichter machen und in der Küche auf stapelweise schmutziges Geschirr verzichten wollen, die Erfindung schlechthin. Was viele aber gar nicht ahnen: Dank hochmoderner Technik verbrauchen aktuelle Geschirrspüler sogar weniger Wasser als zum Abspülen per Hand nötig wäre. Dank hocheffizienten Wassermanagements werden bis zu 150 Einzelteile mit sechs bis sieben Litern Wasser blitzblank sauber – und trocken! Damit schonen Sie also nicht nur Ihr Zeitbudget, sondern auch Ihre Nebenkostenabrechnung und die Umwelt.



Ein langer Weg zum High-Tech-Wunder

Die erste Spülmaschine war ein Kupferkessel. Das Geschirr wurde in einen Drahtkorb hineingestellt und mit heißem Seifenwasser gespült. Die Amerikanerin Josephine Cochran erfand den heute nicht mehr wegzudenkenden Küchenhelfer 1886 – angeblich, weil sie genug davon hatte, dass ihr Küchenpersonal immer wieder Teile ihres kostbaren Geschirrs beim Spülen zerbrach. „Sie war damit die erste Frau überhaupt, die ein Patent anmeldete und zudem noch ein solch nachhaltiges, was bis heute nicht nur Frauen erfreut“, weiß Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK).

Küche In Deutschland kam die erste elektrische Spülmaschine 1929 auf den Markt. Doch selbst in den 1950er-Jahren galten Spülmaschinen noch als absolutes Luxusgut. Auch weil die Rolle der Frau als Hüterin des Haushalts mitsamt der Pflege des wertvollen Geschirrs gerade in dieser Zeit als Maß aller Dinge proklamiert wurde. Somit war es auch im Zuge der gesellschaftlichen Umbrüche ab den 1960er-Jahren, dass die Spülmaschine hierzulande ihren Triumphzug antreten konnte. In den 1970er-Jahren wurden Spülmaschinen endlich zum Bestseller vieler Elektrohersteller.



Gleiches Prinzip, neue Finessen

Küche Heute haben zwei Drittel aller deutschen Haushalte eine Spülmaschine – Tendenz steigend. In Familien, in denen Job und Kinder von beiden Elternteilen unter einen Hut gebracht werden müssen, ist sie sicher eine der wertvollsten technischen Errungenschaften. Das Prinzip ist im Grunde seit jeher dasselbe: Das Geschirr wird durch die Kombination von Wasserdruck, der hohen Temperatur des Wassers und Spülmittel gereinigt. Auch wenn ein Normalprogramm heute rund zwei Stunden dauert, wird dabei weniger Wasser und Energie verbraucht als früher. Beim Kauf eines neuen Gerätes sollten Verbraucher auf jeden Fall auf das europäische Energielabel achten, auf dem genau angegeben wird, wie viel Energie ein Geschirrspüler in etwa pro Jahr verbraucht. Denn natürlich gibt es noch immer große Unterschiede. Als Faustregel gilt: Je fortgeschrittener die Technik, desto geringer der Verbrauch. Somit kann sich die Anschaffung eines Neugeräts durchaus lohnen. Gerade in Haushalten, die mit einem energieeffizienten System ihr Warmwasser erzeugen, kann es sich auszahlen, in ein Gerät zu investieren, das direkt an die Warmwasserleitung angeschlossen werden kann.

Doch Energie und damit Geld zu sparen, sind nicht die einzigen Argumente für einen neuen Geschirrspüler. Weitere technische Finessen sorgen für ein besseres Spülergebnis und mehr Lebensqualität. So sind die neuen Modelle zum Beispiel deutlich leiser als ihre Vorgänger. Die „flüsterleisen“ Geräte laufen bei Geräuschemissionen zwischen 44 und 39 Dezibel. Zum Vergleich: Ein normales Gespräch läuft bei etwa 55 Dezibel ab; geflüstert wird mit etwa 30 Dezibel. „Offen gestaltete Grundrisse ohne Wände verlangen leise Elektrogeräte, denn wer am Esstisch stundenlang sitzen bleibt, will keine störenden Spülgeräusche wahrnehmen“, erklärt Kirk Mangels von der AMK den Trend.

Sonderprogramme, die beispielsweise besonders schnell oder besonders sparsam laufen oder sich besonders für Gläser oder empfindliches Geschirr eignen, machen die neuen Geräte flexibler. Das gilt auch für die Innenaufteilung. Wer beispielsweise viele große Töpfe und Schüsseln in der Maschine unterbringen will, setzt bei einer Neuanschaffung auf eine platzsparende Besteckschublade. Wer wenig Platz hat, bekommt denselben Komfort und den gleichen hohen Stand der Technik auch auf 45 statt 60 Zentimetern Breite.

Küche Und was soll die Zukunft da noch bringen? Smarte Vernetzung? Die ist bereits möglich! „Im Zeitalter der Vernetzung lassen sich smarte Geschirrspüler mit WiFi-Schnittstelle und App-Steuerung nicht nur bequem vom Sofa aus über das hauseigene WLAN überwachen, sondern auch überall von unterwegs aus per Mobilfunk steuern“, so Mangels. Das hätte sich Josephine Cochran sicherlich niemals träumen lassen.