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Neue Küchen: Frühe Planung zahlt sich aus

Seit sich die Küche zum zentralen Wohn- und Lebensraum mausert, ist eine gute Planung noch wichtiger geworden. Je früher man sich Gedanken um die Traumküche macht, desto besser können individuelle Wünsche berücksichtigt werden.

„Eine neue Küche will nicht nur sehr gut, sondern vor allem auch rechtzeitig geplant sein – ob im Falle einer Renovierung, bei einem Umzug und erst recht beim Kauf einer Eigentumswohnung oder eines neuen Hauses“, betont Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK).
„Wir empfehlen schon in der Planungs- und Finanzierungsphase der Immobilie einen Küchenspezialisten hinzuzuziehen, auch wenn der Einzugstermin noch in weiter Ferne liegt.“

Licht, Luft und Wasser

trends Das liegt vor allem daran, dass großzügige und in den Wohnraum integrierte Küchen immer beliebter werden. Daher nimmt die Planung der Küche entscheidenden Einfluss auf den Grundriss und natürlich auch die Finanzierung. Die Anzahl und Positionierung der Strom- und Wasseranschlüsse und der Einbau eines optimalen Belüftungssystems sind Faktoren, die so früh wie möglich berücksichtigt werden sollten, damit später alles reibungslos läuft. Ein Abluftsystem, das lästige Gerüche direkt nach außen transportiert, erfordert beispielsweise einen Durchbruch nach draußen.

Die Anschlüsse für die unterschiedlichen Beleuchtungsquellen müssen unter Putz installiert und genau platziert werden. Denken Sie daran, dass Sie sowohl Arbeitslicht als auch gemütliches Stimmungslicht benötigen – gerade wenn es sich um eine Wohnküche handelt. Helles Licht über der Arbeitsfläche und dem Herd ist ein Muss. Ist ein Essplatz vorgesehen, kann der Anschluss für eine Deckenleuchte nur optimal gelegt werden, wenn Sie schon genau wissen, wo der Esstisch stehen wird.

Praktisch und gesund

trends Steht die Grobplanung, geht es an die Details. Auch wenn in einer Wohnküche Faktoren wie Gemütlichkeit, bequeme Sitzgelegenheiten und wohnliches Design stärker in den Vordergrund rücken, ist und bleibt die Küche ein Arbeitsraum und muss in erster Linie praktisch sein. Daher sollte man bereits, wenn die Strom- und Wasseranschlüsse gelegt werden, über eine gute Anordnung nachdenken. Bei Rechtshändern sollte die Spüle links vom Herd sein. Die Flächen zum Kochen, Arbeiten und Spülen sollten nicht zu weit voneinander entfernt liegen. Beim Einbau der Elektrogeräte gibt es heutzutage viele Möglichkeiten, um den Rücken zu schonen und ergonomisches Arbeiten zu fördern. So kann der Backofen auch auf Augenhöhe platziert oder der Geschirrspüler zum besseren Ein- und Ausräumen erhöht eingebaut werden.


trends Ergonomie spielt auch bei der Arbeitsfläche eine Rolle. Sie sollte etwa 10 bis 15 Zentimeter unter der Höhe der Ellenbogen liegen. Planen Sie sowohl neben dem Herd als auch neben der Spüle ausreichend Abstellfläche ein. Auch mit dem richtigen Stauraum können Sie gesunde Bewegungsabläufe fördern. Denn schwer zugänglicher Stauraum und unübersichtliche Schränke sind auf Dauer lästig und unbequem – auch wenn sie vielleicht am Anfang mit niedrigeren Kosten locken. Schränke mit Auszügen und flexibler Inneneinteilung hingegen machen den gesamten Stauraum bequem nutzbar. So haben sie den gesamten Inhalt direkt vor Augen. Lästiges Bücken, um in den Tiefen der Unterschränke nach etwas zu suchen, gehört der Vergangenheit an.

Planen Sie den Stauraum außerdem über Ihren aktuellen Bedarf hinaus. Denn im Laufe der Jahre kommt immer das eine oder andere hinzu. Denken Sie auch daran, wie viel Platz der Abfall in Zeiten der Mülltrennung braucht und planen Sie dazu direkt ein komfortables System ein.

trends Langfristiges Denken ist auch bei den Elektrogeräten gefragt. Bei Neuanschaffungen sollte es selbstverständlich sein, dass man in eine gute Energiebilanz investiert, denn die zahlt sich im Vergleich zu stromfressenden Altgeräten schon nach kurzer Zeit aus. Gönnen Sie sich jetzt schon den neuesten technischen Stand, denn spätestens in zwei, drei Jahren hat der sich durchgesetzt und Sie würden sich im Nachhinein ärgern, wenn Sie dann – trotz relativ neuer Geräte – darauf verzichten müssten. Außerdem können technisch hochwertige Geräte mehr, arbeiten leiser, und das Kochen und Haushalten macht wieder mehr Spaß.

Nicht vergessen!

Folgende Faktoren sollten im Vorfeld genau berücksichtigt werden:

  • Kurze Wege
  • Gutes Licht
  • Leistungsstarker Luftabzug
  • Praktische, ergonomische Arbeitsflächen
  • Genügend Stauraum
  • Effiziente Elektrogeräte
  • Cleveres Abfalltrennsystem