Mein Zuhause

Braten, Kohl und Co.

Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, bekommen wir wieder Lust auf die gute alte Hausmannskost. Traditionelle Gerichte aus heimischen Zutaten liegen wieder im Trend – und gar nicht mehr schwer im Magen.

zwiebel Braten, Kohl und Co. – des Deutschen traditionelle Gerichte sind vor allem in der kalten Jahreszeit beliebt. Doch mit dem Triumphzug der mediterranen und asiatischen Küche ist die deutsche Hausmannskost in den vergangenen Jahren etwas in Vergessenheit geraten – zu Unrecht, denn die Köstlichkeiten aus Omas Zeiten lassen sich genauso gesund und lecker zubereiten wie internationale Trendgerichte. Nur heißt es hier Kohl statt Kokosmilch, Kürbis statt Curry und Braten statt Bruschetta.
Häufig verbindet man die gutbürgerliche Küche mit deftigen, fetthaltigen Gerichten, die schwer im Magen liegen. Natürlich zählen Eisbein und Schweinshaxe auch zur Hausmannskost. Doch ein saftiger Sonntagsbraten muss gar nicht fett sein, wenn man das richtige Fleisch wählt und gekonnt zubereitet.
Viele klassische Gerichte – vor allem Eintöpfe, Aufläufe und Suppen – punkten aufbewahrung darüber hinaus mit viel vitaminreichem Gemüse. Deswegen haben die traditionellen Rezepte in unserer gesundheitsbewussten Zeit ihr Comeback verdient. Das gilt auch für viele vergessene Gemüsesorten wie Pastinaken, Steckrüben, Schwarzwurzeln oder Mangold. Damit sorgen Sie auf dem Tisch endlich mal für Abwechslung.
Gerade bei der Hausmannskost darf man sich ruhig an neue Rezepte und Zutaten herantrauen. Denn eines haben die Gerichte gemeinsam: Sie sind in der Regel mit wenigen Bestandteilen einfach zuzubereiten und gelingen fast immer.
Ihren Namen verdankt die Hausmannskost übrigens der Tatsache, dass es früher üblich war, dem Hausherrn mehr Fleisch, Speck, Eier und Hülsenfrüchte zuteilwerden zu lassen als den anderen Familienmitgliedern.

Großmutters Küchentipps

  • Zwiebeln vor dem Schneiden in Wasser tauchen, dann brennt es nicht so in den Augen.
  • Grünkohl sollte vor der Ernte einmal Frost bekommen haben. Dann schmeckt er milder.
  • Grünes Gemüse behält seine Farbe, wenn man etwas Backpulver zum Kochwasser hinzufügt.
  • Geschälte Äpfel werden nicht so schnell braun, wenn man sie mit Zitronensaft beträufelt.
  • Gulasch wird saftiger, wenn das Fleisch vor dem Braten in Mehl gewendet wird.
  • Bratkartoffeln werden besonders goldbraun, wenn man die kalten Kartoffelscheiben vor dem Braten mit etwas Mehl bestäubt.
  • Paniertes Fleisch nach dem Braten nicht abdecken. Sonst geht der Knusperfaktor verloren.
  • Fischgeruch an den Händen bekommt man am besten mit Zitronensaft wieder weg.